...am Rande des

Teutoburger Waldes

Bad Ledde
Das Danebrocker Schwefelbad
Im Jahre 1880 beantragte Ernst August Haningbrink in Ledde-Danebrock die Errichtung eines Schwefelbades. Eine Analyse des Wassers wurde von Dr. L. König in Münster im Juni 1881 durchgeführt. Danach war der Weg zur Einrichtung des Bades frei.

 

Am 14. Mai 1882 wurde es mit einem Konzert der Wagnerschen Kapelle aus Greven eröffnet. Die Quelle wurde "Hermannsquelle" genannt. Es konnten zunächst 10 bis 12 Patienten für 3 Mark täglich untergebracht werden. Jedes Bad kostete 50 Pfening.

 

Das Schwefelbad war vom Bahnhof Velpe aus bequem zu erreichen. An der "Hermannsquelle" erlangten viele Badegäste Linderung ihrer Leiden. Zur Freude der vielen jungen Leute aus der weiten Nachbarschaft fanden hier oftmals Tanzveranstaltungen statt.

Ansicht auf Bad Ledde um die Jahrhundertwende.

Angebote im Schwefelbad Ledde.

Da Teile des Gebäudes 1906 abbrannten und die Ergiebigkeit der Quelle, wegen der immer tiefer getriebenen Stollen einer nahe gelegenen Erzgrube, erheblich nachließ, verkaufte der Besitzer Hanigbrink die Anlage. Nach 26 Jahren florierenden Geschäftes, erwarb der Georgsmarienhüttenverein im Jahre 1908 das Gelände für 120 000 Mark, der ausländische Arbeiter (Kroaten) darin unterbrachte.

 

Im 1. Weltkrieg (1914) diente es als Lazarett für 50 verwundete Soldaten, die von dem Arzt Dr. Simon in Westerkappeln behandelt wurden.

 

Bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts blieb das Hauptgebäude aus Wohnhaus erhalten. Nach einem Brand musste es jedoch abgerissen werden. Heute erinnern nur noch Fotos und Zeichnungen an das einst prächtige Schwefelbad.