...am Rande des

Teutoburger Waldes

Dieter Menebröcker ist König
Schweißtreibend. Mit diesem einfachen Wort lässt sich das traditionelle Fest des Schützenvereins Danebrock beschreiben. Der erste Vorsitzende Heinz Wilhelm Klingemeier begrüßte Mitglieder und Gäste auf dem festlich geschmückten Hof Klingemeier. Das neue Königspaar bilden Dieter Menebröcker und Frau Gisela. Ihnen zur Seite stehen als Ehrenpaar Sohn Andre Menebröcker und Deborah Gerlach.

 

Zum Fest waren auch die Nachbarn, die Schützenbruderschaft Hellern und der Schützenverein Ledde-Dorf sowie der Ledder Spielmannszug und die Blaskapelle Velpe erschienen. Das Königsschießen war eine spannende Angelegenheit. Vor 36 Jahren ist Dieter Menebröcker Regent gewesen. In diesem Jahr wiederholte er den Meisterschuss.

Das Danebrocker Königspaar Gisela und Dieter Menebröcker mit dem Ehrenpaar Deborah Gerlach und Andre Menebröcker.

1956 amtierte Helmut Hinnah als König. Vor 25 Jahren konnte Friednelm Liekam die Regentschaft erringen.

 

Apropos Jubiläum: Seit 25 Jahren ist Heinz Wilhelm Klingemeier Vorsitzender des Schützenvereins Danebrock. Seit 1992 wird auf seinem Hof das traditionelle Fest gefeiert. Doch diese Ära endet nach 15 Jahren. 2007 wollen die Schützen an anderer Stelle ihren neuen Regenten küren.

 

Nach der Proklamation des neuen Königspaares Dieter und Gisela Menebröcker folgten die Ehrentänze für die anwesenden Königspaare. Gleichzeitig wurde wieder allen fleißigen Helfern gedankt. Der Abend klang mit Fußball und Musik bis in die frühen Morgenstunden hinein aus.

Vereinsmeister des SV Danebrock des Jahres 2006.

Während des traditionellen Schützenfestes sind jüngst auch die Vereinsmeister des Schützenvereins Ledde-Danebrock ermittelt worden. Es gab spannende Wettkämpfe. Erfolgreich waren: Bei den Damen - 1.Platz Heike Fillies, 2.Platz Iris Nietied, 3.Platz Helga Steinriede und bei den Herren - 1.Platz Frank Menebröcker, 2.Platz Markus Wierwille, 3.Platz Thomas Nietied.

 

Den Walter-Nietied-Pokal gewann der neue König Dieter Menebröcker. Der Glückspokal geht in diesem Jahr an Iris Nietied.

 

Bericht: WN 27. und 28. Juni 2006
45. Internationales Autocrossrennen in Ledde
Trotz des super Sommerwetters hätten die Bedingungen besser sein können. Bei der 45. Austragung des Internationalen Autocrossrennen in Ledde war es für die rund 250 Teilnehmer aus vier Nationen sowie für die Zuschauer eine eher undurchsichtige Angelegenheit. Aufgrund der trockenen Verhältnisse war die Strecke sehr staubig, was des Öfteren Verzögerungen wegen Bewässerung der Strecke zur Folge hatte.

 

Wenigstens verwehte der Staub ein wenig, wodurch er nicht über der Fahrbahn hängen blieb und somit die Fahrer doch etwas mehr sahen als nur braunen Staub. Da der Wind den Sand allerdings in Richtung Zuschauer wehen ließ, war für diese das Betrachten eine recht unangenehme und dreckige Angelegenheit - doch das scheint ja den Reiz solcher Rennen auszumachen.

Auf staubtrockener Piste: Carsten Neuhaus (Westerkappeln) mit seinem umgerüsteten VW Golf bei den Tourenwagen.

Dennoch war das, was an Sport am Samstag und Sonntag auf dem Danebrockring geboten wurde, wie jedes Jahr atemberaubend, so dass die Organisatoren vom ATC Osnabrück unter der Leitung von Jens Altevogt mit der Veranstaltung sehr zufrieden waren. Die zweite Station des Europokals war allerdings eher eine niederländische Angelegenheit.

 

Aufgefüllt wurde wurde das Starterfeld von Fahrern aus Belgien, einem Luxemburger und natürlich Deutschen. Aus Westerkappeln nahmen gleich drei Fahrer teil mit Carsten Neuhaus bei den Tourenwagen über 1600 ccm sowie Horst Liekam und Reinhard Schallenberg bei den Spezialtourenwagen bis 1600 ccm. Dazu war auch Dennis Gerkens aus Lotte bei den Spezialcrossfahrzeugen bis 1400 ccm auf der Piste.

Gleich donnern sie los und verteilen große Staubwolken über den Danebrockring. Das Rennen war einmal mehr ein Spektakel.

Packende Positionskämpfe waren an beiden Renntagen an der Tagesordnung.

Bei bestem Wetter genossen zahlreiche Autoerossfans das Geschehen am Danebrockring.

Er hatte am ersten Renntag jedoch Pech und musste mit einem Fahrzeugschaden frühzeitig passen.

 

Bericht: WN 17. Juli 2006
Die Stadt versinkt im Winter
Totaler Stromausfall in Leeden, meterhohe Schneewehen in Tecklenburg, Buschaos am Freitag in Ledde und auf dem Berg, Feuerwehr und Stadtarbeiter im Dauereinsatz und ganz viel Nachbarschaftshilfe und Improvisation: In der Stadt ging spätestens seit Freitagnachmittag stellenweise nichts mehr. Momentaufnahmen eines Winterwochenendes, wie es selbst gestandene Tecklenburger lange nicht erlebt haben. Der Radlader tuckert die Ibbenbürener Straße hinauf. Durch den Straßenschlauch in Tecklenburgs Altstadt wehte der Schneesturm besonders heftig. Manchmal bis zur Fensterbank steht der Schnee, Samstagmittag hilft nur noch schweres Gerät. Die Schaufel vollgeladen, ein paar 100 Meter zurückgesetzt und bei der Alten Schmiede abgekippt, dann geht es weiter.

 

Richard Brockmann und seine Männer kommen gerade wieder. Tecklenburgs Feuerwehr zählt die Einsätze nicht mehr. Sie hat ihren alten Magirus (Baujahr 1964) mit Schneeketten ausgerüstet. Der Oldtimer pflügt überall durch. Umgeknickte Bäume räumen die vier Löschzüge beiseite.

Schweres Gerät: An der Ibbenbürener Straße geht

nichts mehr. Ein Radlader kämpft sich

Samstagnachmittag durch die

Schneemassen.

In Brochterbeck leisten die Männer Abschleppdienste: Die Kreisstraße ins Bocketal wird zur Schlinderbahn. Auf Bauernhöfen hilft die Feuerwehr mit Notstromaggregaten aus, denn das Vieh braucht Wärme und Wasser. Auch in Ledde bleibt Freitagabend phasenweise der Strom weg. Auf Höfen in Danebrock, die am Leedener Netz hängen, fällt alles aus.

 

Der Holthausener Damm zwischen Weingarten und Kreisel wird irgendwann voll gesperrt, weil immer noch Autofahrer hier durch wollen. In Schichten arbeiten die Männer rund um die Uhr.

 

Schon Freitagnachmittag herrscht Buschaos auf dem Berg. Fahrschüler stehen vergeblich an Haltestellen. Zwei völlig durchgefrorene Mädchen finden freundliche Aufnahme in einem Haus gegenüber der Hauptschule und werden sogar heimgebracht. Das Graf-Adolf hat Elternsprechtag im heimeliger Atmosphäre, denn auch hier ist der Strom weg. Man behilft sich mit Teelichtern.

 

Samstagmittag hält ein Güterzug vorsichtshalber bei Kerssen in Brochterbeck. Der Zug wird abgekuppelt, die Lok tastet sich vorsichtig ins Bocketal, später fährt der Zug weiter. Der Teuto-Express fährt erst gar nicht los (eigentlich soll es zum Weihnachtsmarkt Münster gehen), auch gestern bleibt die Lok in Lengerich.

 

Unterdessen entscheiden die Leedener ihren Weihnachtsmarkt abzublasen (siehe Bericht unten). Dauereinsatz auch für die Stadtarbeiter, in der Nacht von Freitag auf Samstag. Die Männer räumen permanent. Ein Stadt-Unimog fällt aus, auf der Dast in Brochterbeck geht er ab in eine Böschung. Land- und Kreisstraßen sind oft unpassierbar. An der Pagenstraße, in Höhe Bauhof, steht der Schnee meterhoch. Leeden ist ab Freitagabend abgeschnitten: Durchfahrt verboten auf der Osnabrücker Straße (Galgenknapp), Herkenstraße und der Leedener Straße. Verhältnismäßig ruhig bleibt es in Ledde, wo die Feuerwehr auch gestern Mittag noch Bäume zersägt. Das Technische Hilfswerk hilft mit Notstromaggregaten in Bauerschaften aus.

 

In der Brochterbecker Bauerschaft Horstmersch fällt das Telefon aus. Im Dorf helfen Bauern, Parkplätze freizuräumen, denn der Nikolausmarkt geht normal über die Bühne (wir berichten morgen). Auch gestern sind Techniker der Stadtwerke mit Reparaturen im Teuto beschäftigt. Oberleitungen sind erheblich beschädigt. Freitagabend soll es einen grellen Lichtbogen bei Max und Moritz gegeben haben. Da lag auch die Nachbarstadt Lengerich zeitweise total im Dunkeln.

 

Ein chaotisches Wochenende, das zeigt, wie abhängig alles vom Versorgungsnetz ist. Dank der Feuerwehren, hilfsbereiter Landwirte, Unternehmer und nachbarschaftlichem Zusammenhalt ging alles glimpflich ab. Personen kamen nirgends zu Schaden.

 

Bericht: WN 28. November 2005
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